Freisprechungsfeier der Innung für Elektro- und Informations-
technik Gießen in der „Klostermühle“ Lich im Kloster Arnsburg.

Freisprechungsfeier der Innung für Elektro- und Informationstechnik Gießen in der "Alten Klostermühle" Lich-Kloster Arnsburg. Rechts Kammerpräsident Klaus Repp. Foto: Ewert
Freisprechungsfeier der Innung für Elektro- und Informationstechnik Gießen

20 Junggesellen des Prüfungsjahrganges 2011/2012 des Elektrohandwerks in Stadt und Kreis Gießen haben im ganz besonderen Ambiente des „Alten Brauhaus“ der Klostermühle in Kloster Arnsburg ihre Gesellenbriefe entgegengenommen. Überreicht wurden diese von Harald Seitz, dem Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik Gießen, dem Prüfungsausschussvorsitzenden Andreas Habermehl und Prüfungsausschussmitglied Michael Wolff.

„Der Gesellenbrief ist die Basis für künftig gute handwerkliche Arbeit“, machte Obermeister Seitz deutlich, der sich auf den uralten Spruch „Handwerk hat goldenen Boden" bezieht und dank der guten konjunkturellen Entwicklung heute wieder aktuell ist. Den Junggesellen empfahl Seitz dringend, sich der Weiterqualifizierung und der Fortbildung nicht zu verschließen, denn sie sorge dafür, „dass Sie in ihrem Berufsleben ein gefragter Fachmann bleiben werden“. Ein besonderes Lob für ihren „großen Anteil“ am beruflichen Erfolg ihrer Kinder und anvertrauten Lehrlinge erwies der Obermeister den Eltern und den Ausbildungsbetrieben. Handwerkskammerpräsident Klaus Repp machte den gerade freigesprochenen jungen Gesellen deutlich, dass sie es seien, die künftig dafür sorgen müssten, dass das Handwerk die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ bleibe. Das gelinge nur über „den Weg der Qualität, die aus Qualifizierung entsteht“, womit Repp den Appell des Obermeisters Seitz, sich weiterzubilden, unterstrich. Das sei mitunter zwar durchaus auch mühsam, aber notwendig, insbesondere für jene Gesellen, die sich in hoffentlich großer Zahl entschlössen, den Meisterbrief in ihrem Gewerk zu erlangen.

Dass die Betriebe angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland bei der Suche nach Auszubildenden nicht aus einem Überangebot auswählen könnten, sei zwar ein negatives Faktum für die Unternehmen, andererseits aber eine positive Botschaft für die Junggesellen, denen sich am Arbeitsmarkt nun „alle Chancen“ böten. „Nutzen Sie diese Chancen, seien Sie aktiv und legen Sie die Hände nicht in den Schoß“, ermunterte der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden als Ehrengast der Freisprechungsfeier in der „Alten Klostermühle“.

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